Eine Bewegende Geschichte
Aus der Geschichte der Majoranerzeugung geht nachweislich hervor, dass um Aschersleben der Majorananbau um 1890 heimisch wurde.
Von den Arabern aus dem Mittelmeergebiet mitgebracht, in Thüringen erstmalig auf kleinen Gartenparzellen kultiviert, findet Majoran heute günstige Anbaubedingungen im Harzvorland, in der Harz-Börde-Region.
Die Klima- und Bodenverhältnisse der Börde mit gutem Lößboden im Regenschatten des Harzes, geben im Anbau ein deutschlandweites Alleinstellungsmerkmal.
Mit dem Thüringer Majoran, auch „Marjamie“- das Unvergleichliche genannt, entwickelte sich eine leistungsstarke Landwirtschaft sowie Arznei- und Gewürzpflanzenanbau.
125 Jahre Aschersleber Majoran hat in Deutschland die Handelsbezeichnung
Thüringer Majoran – Original Aschersleber Ware – geprägt und steht für überzeugende Qualität und Bestgeschmack aus dem Kräuterhaus MAWEA.
Majorankultivierung begann im Thüringischen, bei Ringleben, in kleinen Gartenparzellen
- Majorankultivierung auf Ackerflächen, insbesondere in den Seedörfern um Aschersleben
- erste nachweisliche Majoranverarbeitung, noch mit Handzerkleinerung und Siebung
- Leipziger Firmen kaufen den Majoran für Tees und Heilmittel
Anwendung als Wurstgewürz
Gründung des ersten Majoranwerkes durch den Unternehmer Gustav Biedermann, die erste noch primitive Sieb-und Zerkleinerungs-(Rebel)maschine.
Was diese Maschine macht: z. B. die erste noch primitive Sieb-und Zerkleinerungs-(Rebel)maschine wurde erfunden/entwickelt/eingesetzt
Einfuhr von Majoran aus Algier und Syrien, Ausweitung des Exports von Majoran nach Amerika
Entstehung von vier Verarbeitungsbetrieben in Aschersleben, je einer in Königsaue, Ermsleben, Cochstedt und Groß-Börnecke.
bereits ein gefragtes Gewürz, 95% des Bedarfs werden von Aschersleber Betrieben gedeckt
Hochkonjunktur, vor allem im deutschsprachigen Raum
Anbau auf einer Fläche von ca. 500 ha
Anbau erweitert auf ca. 550 ha, von etwa 2.000 bäuerlichen Betrieben bewirtschaftet
- im Oktober Enteignung von 4 Majoranwerken, Zusammenschluss zum volkseigenen Betrieb MAWEA
- Brand im Betrieb Heinrichstraße – Konzentration am Standort Geschwister-Scholl-Straße
Majoranbetrieb Frose
Majoranbetrieb Königsaue
Brennerei Ermsleben, Mosterei- und Spirituosenfabrik Aschersleben (Wein-Wiedig)
Majoranbetrieb Förderstedt (Fa. Fürst)
arbeitet in Giersleben eine eigene Trocknungsanlage (Petersilie und Körnerfrüchte)
arbeiten für das Majoranwerk ASL 1.200 anbauende Erzeuger
- nur noch knapp 1.000 anbauende Erzeuger
- mit der Kollektivierung der Landwirtschaft schrumpft die Zahl der Erzeuger auf 9 (LPG!)
- Konzentration der Getränkebetriebe in der Ölstraße 9
- Ende des Betriebes in Königsaue durch Kohleabbau
- Erwerb des Baugeländes Aschersleben Nord-West (67.000 m²)
Bau eines neuen Werkes, Anlegung 900 m Zufahrts- und 9.000 m² Betriebsstraße, 4.000 m² bepflanzte Grün- und 47.000 m² Reservefläche, Aufbau 6.168 m² Lager- und Verarbeitungsbetrieb, 720 m² Werkstatt
weiterer Ausbau des Werkes mit moderner Drusch-, Förder-und Rebeltechnik
Stilllegung der Brauerei in Ermsleben; Grundstück und Wohnhaus gehen an die Gemeinde
Zusammenschluss von Majoranwerk ASL mit Gewürzmühle ASL (ehem. Gille) und VEB Gewürzverarbeitung Magdeburg, Eingliederung in das Kombinat Nahrungsmittel und Kaffee Halle
wird Förderstedt verkauft, ca. 50 Pachtscheunen werden aufgegeben, da ein Neubau entstanden war
40jähriges Bestehen als volkseigener Betrieb MAWEA
100 Jahre Majorananbau und Verarbeitung in Aschersleben
erfolgt die Ausgliederung aus dem Kombinat, Umwandlung des MAWEA in eine GmbH unter Treuhand, Reprivatisierung der Gewürzmühle und Gewürzverarbeitung Magdeburg
kommt es zu witterungsbedingten Misserträgen von 0,8 – 1,5 t je ha. Normal lagen die Erträge zwischen 2 und 5 t je ha
Privatisierung durch die Firma Raps (Kulmbach) zu einem Tochterunternehmen der Gewürzbranche, im Industrie-Gelände entsteht nach 4jähriger Modernisierung ein modernes Kräuterhaus
Vorübergehende Stilllegung der drei alten Betriebsstätten, Teilabriss dieser drei und Modernisierung zur Nutzensänderung und weiteren Vermietung.
Zulassung und Zertifizierung für die Produktion und Handel von/mit Bio-Produkten nach EG Vo 2092/91a
Zertifizierung im Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001
Zertifizierung im Umweltmanagement nach DIN EN ISO 14001
110 Jahre Majorananbau und Verarbeitung in Aschersleben
Fertigstellung eines Neubaus mit mehr als 2000 m² Lager- und Verarbeitungsfläche zur Erweiterung des Kräuterhauses
Futtermittelherstellungsregistrierung; Produktion von Kräutern und Gewürzen und deren ätherischen Ölen, die als Futtermittelzuschlagsstoff Verwendung finden Zertifizierung nach QG (GMP+) für Futtermittelwirtschaft des Productshop Diervoeder in Den Haag, Niederlande
im 115-ten Traditionsjahr des Majorananbaues und Majoranverarbeitung im Aschersleber Raum Krönung der 1. Majorankönigin der Welt
Erweiterung der Produktion um eine Schneid- und Mahllinie
nach 18 Jahren dem Gewürzunternehmen Raps/Kulmbach zugehörend, Kauf der MAWEA durch die Agrargenossenschaft eG Calbe, Agrarbetrieb mit größter zusammenhängender Anbaufläche von Arznei- und Gewürzpflanzen in Deutschland
MAWEA, als Tochterunternehmen der Agrargenossenschaft Calbe, übernimmt Branchenführung mit über 70 % Marktanteil
Zertifizierung im Managementsystem für Lebensmittelsicherheit nach DIN EN ISO 22000
wird witterungsbedingt zum schlechtesten Majoran-Anbaujahr der letzten 20 Jahre
Anbauvertragsfläche von Arznei- und Gewürzpflanzen um 15 % erweitert, auch bedingt durch den Bau einer Großflächentrocknung (1100 m²); Unternehmensgruppe übernimmt Erntedienstleistung mit Ernte 2012